Achtsamkeit

Neulich ist es passiert. Ein Projektkickoff, der beflügelt war von der beeindruckenden Eingangsrede des CIO. Ich hatte eine kurze Einführung zu Agilität beizusteuern und voller Euphorie über das eben Gehörte und auch etwas Aufgeregtheit vor so vielen Projektbeteiligten habe ich mich von meinen Emotionen verleiten lassen. Was zur Folge hatte, dass ich meinen Vortrag spontan um Worte passend zu denen des CIO ergänzt hatte, samt dazugehöriger Körpersprache und … den roten Faden verlor! Meine Folien waren eigentlich klar und abgesprochen und ich hätte mich einfach an ihnen entlanghangeln können und alles wäre gut gewesen. So aber blieb ein konfuser Eindruck meines Auftretens zurück.

Ich hatte mir direktes Feedback dazu geholt und viel darüber reflektiert, was eigentlich passiert war. Das Ergebnis steht oben. Mein Learning daraus: Bleib achtsam in Bezug auf Deine Emotionen, wenn Du vor Leuten sprichst! Sie werfen Dich schneller aus der Bahn, als Du denkst. Hätte ich das getan, hätte ich mich rechtzeitig wieder an meinen Folien orientieren können, die mich sicher durch den Vortrag geleitet hätten.

Das nächste Mal klappt es besser 🙂

2 Kommentare zu “Achtsamkeit

  1. Da möchte ich ein wenig gegenhalten.
    Es gibt durchaus Stütze und Richtung, gut vorbereitet in ein Meeting zu gehen – mit den Slides unterm Arm (oder dem Flipchart-Layout im Kopf).

    Für mich ist es aber auch wichtig, zu spüren und zu hören, was denn gerade wirklich los ist und was die Menschen im Raum beschäftigt. Und mehr als einmal hatte ich eine Situation, in der ich meinen Redepart umgebogen oder sogar gänzlich umgeschmissen hatte, weil ich den Eindruck hatte, dass das gerade nicht den Kern der Sache trifft. Bin bislang nicht schlecht gefahren dabei.

    • Lieber Heiko, ich stimme Dir vollkommen zu. In diesem speziellen Fall war es nur so, dass ich mich von einer einzelnen (wichtigen Führungs-)Person zu Beginn des Meetings so habe verleiten lassen, dass ich die Stimmung der anderen Teilnehmer (ca. 40 an der Zahl) unbewusst ignoriert hatte. Ein Fehler, aus dem ich gelernt hatte, noch mehr darauf zu achten, was wirklich im (gesamten) Raum gerade emotional passiert.

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